Filmhistorische Stadtführung:
Die Neubabelsberger Villen in Potsdam

Treffpunkt:
S-Bahnhof Griebnitzsee
in der Bahnhofshalle
Fahrverbindung:
S-Bahnhof Griebnitzsee
Bus 696

Regionalbahn RB 21
Teilnahmegebühr:
€ 14,- / ermäßigt € 11,-* (*Studenten, Schüler, etc.)
Dauer:
ca. 3 Stunden
Anmeldung erforderlich
Zeitraum:
Saison 2017
Termine: Zeit:
14.2.2017 25.2.2017 27.3.2017 17.4.2017 28.5.2017 25.6.2017 14:00 Uhr 14:00 Uhr 14:00 Uhr 14:00 Uhr 14:00 Uhr 14:00 Uhr
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Hier leuchteten die Sterne!
Wohnorte der UfA-Filmstar

Nicht erst seit man im Winter 191/1912 in Neubabelberg mit dem Bau der Ufa-Filmstudios begonnen hatte, galt dieser vornehme Vorort als eine der nobelsten Adressen zwischen Berlin und der Garnisonstadt Potsdam. Am 12. Februar 1912 fiel im "Gläsernen Filmatelier" an der Stahnsdorfer Straße die erste Klappe für den Ufa-Stummfilm "Der Totentanz" mit der später weltberühmten Asta Nielsen. Und je erfolgreicher die Ufa-Streifen wurden, desto stärker zog es auch Filmstars in das grüne Filmekka am Griebnitzsee.
Der deutsche Film trat von hier aus seinen Siegszug um die Welt an. "Das Kabinett des Doktor Caligari", Fritz Langs "Metropolis" und Josef von Sternbergs "Der blaue Engel" wurden Exportschlager in aller Welt.

Unsere Stadtführung stellt Ihnen den zweifellos schönsten Stadtteil Potsdams vor, die Villen-Siedlung Neubabelsberg. Rund um den Schlosspark Babelsberg zeigen wir zahlreiche mondäne Landschlösschen und außergewöhnliche Villen. Die Geschichte vieler dieser prächtigen Residenzen ist mit den Namen und Schicksalen bekannter Ufa-Filmstars verbunden. Wir lassen das glamouröse und nicht selten tragische Leben dieser umschwärmten Leinwandidole mit Fakten und Bildern, Zitaten und Anekdoten wieder lebendig werden.

Willy Fritsch und Lilian Harvey, der Operetten-Tenor Richard Tauber, Heidemarie Hatheyer und Brigitte Horney, Sybille Schmitz und Magda Schneider, Marika Rökk, Annie Ondra und der Boxer Max Schmeling und viele andere - sie alle wohnten hier teilweise bis Kriegsende.

Auch Reichspropagandaminister Joseph Goebbels bewohnte hier mit seiner Ehefrau Magda eine Villa. Goebbels nutzte den Film gezielt als NS-Propagandamedium, hatte allerdings auch privat eine starke Vorliebe für weibliche Filmstars.

Zum Finale besuchen wir auch dann jenen realen Ort, der uns als Filmkulisse aus vielen Agentenfilme der 50er und 60er Jahre bekannt ist: die Glienicker Brücke. Sie diente während des kalten Krieges als dramatischer Austauschort für Spione aus Ost und West.

Weitere Rundfahrten und Stadtführungen, die sich mit der Berliner Filmgeschichte beschäftigen finden Sie in unserer Rubrik "Berliner Filmgeschichte(n)".